Holzschnitt 1510
    
Niklaus von Flüe
Bruder Klaus  
  
 
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   Im Herzen von Europa  

Bruder Klaus

    Foto: Bruder Klaus
     
Im Herzen von Europa lebte vor etwas mehr
als 500 Jahren Bruder Klaus. Sein besonderes
Charisma mit der grossen Ausstrahlungskraft
kann auch heute noch viele Menschen auf
sich aufmerksam machen und begeistern.
Wer war Bruder Klaus? Wer ist Bruder Klaus?
   

Im Blickpunkt …
  
In der Woche nach Fronleichnam 1469 besuchte ein unbekannter Dominikaner Bruder Klaus im Ranft und prüfte dessen Glauben und dessen Lebensweise, ob da alles mit rechten Dingen zugehe (Quelle 005). Professor Heinrich Stirnimann OP meinte einmal, der Prediger sei damals auf Geheiss des Bischofs von Konstanz hingegangen. Das könnte schon so gewesen sein. Aber warum? Anfang April des gleichen Jahres erteilte Bischof Herman von Breitenlandenberg seinem Generalvikar für geistliche Belange, Weihbischof Thomas Weldner (Franziskaner), den Auf­trag, den Eremiten im Ranft genauestens zu prüfen oder mit anderen Worten: eine Untersuchung (Inquisition) durchzuführen (Quelle 004). Wur­de diese etwa am 27. April 1469 nicht zu Ende geführt, so dass da noch etwas nachzuholen war?
  
Bruder Klaus nahm seit Monaten keine feste Nahrung mehr zu sich, auch keine alkoholische Getränke. Der Weihbischof sollte damals auch prüfen, ob da nicht irgendein Betrug oder gar ein Teufelswerk im Spiel sei. Als der Eremit beim zweiten Bissen Brot fast erstickte und Blut aus seinem Mund floss, ging dies mindestens einem Besucher zu weit. Es gab einen energischen Protest gegen die Weiterführung, gegen die Eskalation der Inquisition (Quelle 069). Offensichtlich hatte aber nur einer der An­wesenden die entscheidende Autorität und den Mut, da einzuschreiten: Adrian von Bubenberg. Nun, der Weihbischof könnte sich bedroht gefühlt haben und deswegen die Prüfung abgebrochen haben. Zweifellos berichtete er seinem Dienstherrn in Konstanz über den ganzen Vorfall. Die Kunde davon muss wohl sogar bis nach Rom gedrungen sein (vgl. Quelle 075). Noch während Jahrzehnten wussten die Kardinäle und Prälaten davon. Und irgendwann musste dann wohl doch etwas zu­rückkommen.
  
Auf Bedrohung eines Bischofs stand damals die Kirchenstrafe der Exkommunikation (latae sententiae). Da von kirchlichen Kreisen aber kein Urteilsspruch bekannt wurde, kann es sich nur um eine latente Ex­kommunikation gehandelt haben. Zuständig für die Absolution war je­den­falls der Bischof des Wohnorts des Berner Ratsherrn von Bubenberg, also der Bischof von Lausanne. Der Sitz war 1469 allerdings vakant, 1472–1476 war der Bischof von Lausanne dann kein geringerer als der Neffe von Papst Sixtus IV., Kardinal Giuliano della Rovere (später selber Papst, als Julius II.) Sowohl der Kardinal als auch Adrian von Bubenberg waren mehrmals auf diplomatischen Reisen in Frankreich. Ob sie sich da auch schon mal getroffen hatten?
  
Was, wenn nun ohne Intervention Adrians von Bubenberg der Einsiedler, Klaus von Flüe, bei der Inquisition tatsächlich gestorben wäre? Wie wäre dann die Geschichte in der Eidgenossenschaft und in Europa wei­ter­ge­gangen?
  
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Sonntag, 29. Mai 2016 11:28 Uhr
   
Bruder Klaus · Niklaus von Flüe · Flüeli-Ranft · Schweiz
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Designed and published by Werner T. Huber, Dr. theol.

Letzte Dateiänderung: 23.05.2016 21:58:06
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
    
  
  
  
  
  
  
Romanshorn, Salmsach: Wappen und Namen